Wildtiere zu Gast auf den Friedhöfen – Rehe, Hasen, Kaninchen und Co. suchen nach Nahrung
Derzeit kommt es vermehrt zu ungewöhnlichem Besuch auf den Friedhöfen: Rehe, Hasen, Kaninchen und Co. suchen nach Nahrung und verirren sich dabei auf den Friedhöfen. Nicht nur bei uns, sondern auch auf vielen anderen Friedhöfen in Deutschland kommt es zu einem vermehrten Auftreten der Tiere.
Die frischen Blumen auf den Gräbern sind eine einladende Mahlzeit für die Tiere, insbesondere wenn die Natur selbst noch nicht so weit ist. Eine Einzäunung der Friedhofsflächen ist aus vielen verschiedenen Gründen nicht möglich.
Bereits aus eigenen Erfahrungen können wir sagen, dass die Tiere sich von einer Einzäunung nicht beirren lassen; insbesondere bei einer Sprunghöhe von bis zu zwei Meter. Wer während der Nahrungssuche der Tiere seine Grabbepflanzung und Blumen schützen möchte, kann folgenden Tipps anwenden:
• Bepflanzung anpassen: Hortensien statt Rosen, Lavendel statt Margeriten, Flieder- statt Himbeerbusch, Primeln und Hyazinthen statt Tulpen
• Blumen mit einer verdünnten Buttermilchmischung einsprühen (regelmäßig wiederholen)
• Beete mit stabilen Netzen vorrübergehend abdecken
• flatterndes rot-weißes Absperrband in Beetnähe befestigen (Prinzip Vogelscheuche)
• im Fachhandel nach speziellen Abwehrkonzentrat fragen.
Natürlich besteht hierbei keine Garantie, ob es die Tiere wirklich fernhält. Aber es stellt eine gute vorrübergehende Alternative dar, da die Nahrungsnot der Tiere meist ab April nachlässt.
Was wir auf Anhieb verneinen können: die Tiere abzuschießen. Denn zum einen haben Wildtiere Schonzeit, zum anderen sind Friedhöfe befriedete Bezirke, wodurch Jagdmaßnahmen nicht möglich sind.
Wir hoffen auf Ihre Mithilfe.
Die Friedhofsverwaltung der Hansestadt Warburg (KUW)