Der Luftkurort Germete hat ein neues Dorflogo. Es wurde am Donnerstagabend im Bezirksausschuss einstimmig befürwortet.

Erster Beigeordneter Klaus Braun überreichte direkt im Anschluss an den Beschluss das Anerkennungs- und Genehmigungsschreiben der Stadt Warburg.
Das neue Wappen darf nun von allen Bürgern für Briefköpfe, Internetseiten, zu Werbezwecken oder ähnlichem genutzt werden. Es ist kein klassisches Hoheitszeichen wie das Wappen der Stadt Warburg und wurde daher mit einer einfachen Entscheidung des Bürgermeisters genehmigt.
Ortswappen führen bereits zahlreiche Orte im Warburger Land – wie etwa die Nachbarn in Wormeln und Welda. In Germete wurde bislang lediglich ein Brunnen-Symbol benutzt. Das soll sich nun anlässlich des Jubiläums »1000 Jahre Germete« ändern.
Bereits 2009 zum 350-jährigen Bestehen des Schützenvereins kam der Wunsch nach einem eigenen Ortswappen auf. Stefan Waldeier (50, Hainanger) hatte sich schließlich im Vorfeld der 1000-Jahr-Feier des Themas angenommen und einige Entwürfe vorgelegt. Diese hatte er gemeinsam mit Ortsheimatpfleger Hans-Reinhard Zeisberger entwickelt. Aus mehr als 25 verschiedenen Vorschlägen hatte sich bereits das Organisationsgremium »1000 Jahre Germete« für einen Favoriten entschieden. Der Bezirksausschuss folgte dem Vorschlag.
Das Logo in sogenannter spanischer Form enthält neben dem bekannten Brunnensymbol eine stilisierte Diemel und die drei goldenen Kugeln des Schutzpatrons St. Nikolaus sowie das Kreuz des Erzbischofs. Farblich angedeutet werden die grünen Wiesen des Diemeltals sowie das Rot des Erzbistums Paderborn.

 

Blasonierung Ortswappen Germete

Das Wappen hat die „spanische“ Form mit einer abgerundeten Spitze, welche einem U ähnelt.

Mittig in der oberen Hälfte des Wappens ist ein blauer Brunnen dargestellt, welcher die erstmals 1679 durch Stephanus Overgahr, Abt des Zisterzienser Kloster zu Hardehausen, erwähnten Heil- und Mineralquellen symbolisiert. Die Innenfarbe des Brunnens ist weiß.

Hinterlegt ist der Brunnen mit einem gelben Kreuz, welches an den vier Enden etwas konisch zuläuft. Der vertikale Balken verläuft mittig durch das Wappen, der horizontale Balken verläuft im oberen Drittel des Wappens. Im Zusammenspiel mit der im oberen Drittel roten Hintergrundfarbe wird das Paderborner Bischofskreuz symbolisiert, da Germete im Jahr 1018 (vor 1000 Jahren) in den Besitz des Bischofs von Paderborn überging.

Die unteren zwei Drittel des Wappens haben die Hintergrundfarbe grün, welche Bezug nimmt auf den ursprünglichen Namen Germetes „Garamatti“, bedeutet übersetzt „Matti = Wiesen“.

Um den Begriff „Gara = Wasser“ darzustellen, befindet sich aus Schildträgersicht im unteren rechten Teil des Wappens ein angedeuteter Flusslauf, welcher von oben rechts nach unten links verläuft und die Diemel darstellt.

Im unteren linken Bereich des Wappens aus Schildträgersicht befinden sich drei goldene/gelbe Kugeln, die in einer Reihe von links oben nach rechts unten angeordnet sind. Diese symbolisieren die drei Geldsäcke, welche der Germeter Schutzpatron St. Nikolaus einem armen Bauern geschenkt hat.

 

 

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